Unsere Stadtgeschichte von 2016 bis heute

Stadtgeschichte Bad Liebenwerda 2016-
Kurstadtregion-Beschluss

Ein historischer Beschluss zur Kurstadtregion wurde in Falkenberg am 10. November 2016 gefasst. In einer gemeinsamen Sitzung in Falkenberg erklärten die Vertreter der Stadtverordnetenversammlungen von Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück ihre Bereitschaft, sich zu einer Amtsgemeinde zusammenzuschließen. Nun sei es daran, einen gemeinsamen Weg zu gestalten, in dessen Mittelpunkt die Bürgernähe stehen solle.

Mit dieser Absichtserklärung entspricht die Kurstadtregion dem Leitbild der Landesregierung, die im Zuge der Verwaltungsstrukturreform das Modell der Amtsgemeinde favorisiert. Die anwesende Staatssekretärin aus dem Ministerium des Inneren bestärkte die vier Städte in ihrem Vorhaben und verwies auf die Notwendigkeit der Veränderungen der kommunalen Strukturen in Brandenburg. Die Kurstadtregion übernimmt damit eine Vorreiterrolle im Land Brandenburg.

Fertigstellung der Ortsumfahrung B 183

Die am 05.Oktober 2018 fertiggestellte Ortsumgehung ist für Bad Liebenwerda von enormer Bedeutung. Die Verringerung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens, vor allem des Schwerlastverkehrs, wird die Lebensqualität der Bewohner und Kurgäste enorm verbessern. Dieser Fakt ist von großem Wert, da er für den Erhalt des Kurstadtstatus dringend benötigt wird.

Mit dem Bau der 5,2 Kilometer langen Straße, mit einem Wertumfang von 34 Millionen, wurde im Juni 2013 begonnen. Die Planungen zu dieser Straße begannen bereits 1994. Das Interesse der Bürger an der Freigabe der Straße, wie schon am Tag zuvor beim Bürgerfest, war riesig und dokumentierte die Freude der Einwohner über die Umgehung. Hunderte Radler befuhren sie erst- und letztmalig, bevor sie nun ausschließlich dem motorisierten Verkehr vorbehalten ist.

Städte der Kurstadtregion ab 2020 mit gemeinsamer Verwaltung

Auf einer gemeinsamen Sitzung haben die Stadtverordnetenversammlungen von Bad Liebenwerda, Falkenberg, Mühlberg und Uebigau-Wahrenbrück am 22. März 2019 im Bürgerhaus von Bad Liebenwerda die Bildung der gemeinsamen „Verbandsgemeinde Liebenwerda“ beschlossen. Damit werden zum 1. Januar 2020 die Verwaltungen der vier Städte zusammengeführt. Die Städte selbst bleiben juristisch selbständig, behalten eigene Organe wie die Stadtverordnetenversammlung und einen dann ehrenamtlichen Bürgermeister und führen weiterhin eigene Aufgaben aus. Als Ehrengast nahm Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke an der gemeinsamen Sitzung der Stadtverordnetenversammlungen teil.

„Wenn Sie heute den Beschluss zur Gemeinsamkeit fassen, ist das ein historischer Moment. Erstmals in Brandenburg werden dann bislang eigenständige Orte eine Verbandsgemeinde bilden und ihre Verwaltungen zusammenführen – zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte er. „Der heutige Beschluss ist Ausdruck eines tiefgreifenden Wandels. Gemeinsam werden die Weichen für eine gute Zukunft gestellt. Die Kurstadtregion zeigt hier echten Pioniergeist“.

(Quelle: Stadtschreiber 4/2019)

Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter übergab am 22. Mai 2019 die Genehmigung der Landesregierung zum Fusionsvertrag der vier Städte der Kurstadtregion auf dem Lubwartturm. Die „Verbandsgemeinde Liebenwerda“ ist nun zum 1. Januar 2020 arbeitsfähig.

Orgelakademie in Bad Liebenwerda eröffnet

Eine Vision des Orgelbaumeisters und Ehrenbürgers Dieter Voigt zur Schaffung einer Orgelakademie wurde am 25.Mai 2019 Wirklichkeit. Der zu diesem Zweck gegründete Verein „Südbrandenburgische Orgelakademie e.V.“ erwarb im April 2014 das am Markt befindliche Gebäude der ehemaligen Druckerei „C. Ziehlke“. Das von Grund auf sanierte Gebäude beherbergt nun neben 6 modernen Wohnungen auch Ausstellungen und Werkräume der Orgelakademie.

Im Foyer erinnern Dauerausstellungen an erfolgreiche Unternehmensgründungen im 19ten Jahrhundert. Die jetzige Mitteldeutsche „Orgelbau A. Voigt GmbH“, die „Reiss Möbel GmbH“ und die ehemalige „Druckerei und Verlag C. Ziehlke“ trugen viel zur Entwicklung der Ackerbürgerstadt Liebenwerda bei.

Mit der Orgelakademie wurde ein vielseitiges kulturelles und handwerkliches Angebot für  Musikinteressierte geschaffen. Sie ist zudem eine Bildungsstätte für Erwachsene und Kinder. Die ersten Konzerte und Workshops fanden bereits statt. Auch der Landkreis wird diese Einrichtung verstärkt in seine Bildungsarbeit und die Kulturangebote mit einbeziehen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag wurde an diesem Tag unterzeichnet.

Die großen alten Werkhallen, jetzt noch Abstellplatz für zahlreiche Orgelteile und Spieltische lassen nur erahnen, welches riesige Potential hier schlummert. Mit der Orgelakademie besitzt Bad Liebenwerda nun ein weiteres Alleinstellungsmerkmal.