Neuigkeiten von der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V

Ausstellung Lager news

Schaufenster weisen auf Lager Mühlberg hin

In den Schaufenstern des ehemaligen Haushaltswarengeschäfts Philipp in der Hainschen Straße können Passanten seit Kurzem Hinweise auf die Geschichte des Lagers Mühlberg betrachten. Sechs Schüler des Kunstkurses der Jahrgangsstufe 12 vom Philipp-Melanchthon-Gymnasium Herzberg haben unter der Leitung von Gedenkstättenlehrerin Dr. Claudia Franke die Exponate in den vergangenen Wochen dort arrangiert. Sie sind Bestandteil der Ausstellung „Geschichte zweier Lager“, der vor 14 Jahren unter der Betreuung von Claudia Frankes Vorgängerin Gudrun Andrich ebenfalls von Schülern erstellt wurde.

Ausstellung Lager Mühlberg

„Wir wollten zum einen das vorhandene Material wieder zugänglich machen, zum anderen etwas gegen den unschönen Anblick leerer Schaufenster in ungenutzten Geschäften der Innenstadt tun“, erklärt Thomas Richter, Beigeordneter der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Die Exponate sind auf verschiedene Standorte verteilt, ein Teil davon wird unter anderem im Stadtarchiv aufbewahrt.

Von den Herzberger Gymnasiasten wurden die Ausstellungsstücke, etwa maßstabsgerechte Modelle der Lagerbaracken, ab September des vergangenen Jahres zunächst wieder aufbereitet, anschließend im Dezember von sechs Schülerinnen und Schülern im Schaufenster aufgestellt. „Ziel ist es, Interesse zu wecken und das Thema in der Erinnerung zu rufen“, so Gedenkstättenlehrerin Claudia Franke. Erreichen wolle man sowohl Einheimische als auch Gäste der Region. Pfarrer Matthias Taatz, Vorsitzender der Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V., sieht die Idee als erweiterungsfähig an. „Der Fundus ist groß“, sagt er. Es ließe sich vieles denken, wie man die Ausstellungsstücke zugänglich machen und Interesse wecken könne

Das Lager Mühlberg wurde von 1939-45 als Kriegsgefangenlager der Wehrmacht und anschließend bis 1948 als Speziallager des sowjetischen Geheimdienstes NKWD genutzt.