Neuigkeiten von der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V

Lager-Muehlberg-news
Arbeitseinsatz zu Erhalt und Pflege der Gedenkstätte Lager Mühlberg am 26. und 27. April 2019

Auch in diesem Jahr war wieder ein Großreinemachen im Lager Mühlberg und der Gedenkstätte angesagt. Am 26. und 27. April trafen sich Mitglieder der Initiativgruppe und viele Freiwillige, um den notwendigen Frühjahrsputz zu machen. Es wurden die Gedenkkreuze gereinigt und konserviert, die Lagerstraße vom Wildwuchs befreit, die Alleebäume vor äsendem Wild geschützt und mit einem Schutzanstrich versehen, die Markierungssteine entlang der Lagerstraße gesäubert, die von Angehörigen niederländischer Kriegsgefangener errichtete Barackenfassade an der Lagerstraße vom Moder des Winters befreit und neu gestrichen, das Fundament einer Latrine freigelegt und noch etliches mehr. Und vor allem wurde dem zentralen Gedenkplatz am Hochkreuz seine würdige Erscheinung wieder gegeben.

Es waren viele zum Helfen gekommen. Am Freitag waren es 36 Menschen, am Samstag sogar 51. Die Altersspanne reichte von 11 bis 91 Jahre. Die beiden ältesten und immer noch sehr aktiven Teilnehmer waren Eberhard Hoffmann und Roland Steinbach, die inzwischen beide die 90 überschritten haben und selbst Gefangene des Speziallagers gewesen waren.

Eine starke Stütze der Aktivitäten waren wieder die „Bomätscher“, der Mühlberger Fanclub von Borussia Dortmund. Sie waren in ihren Trikots nicht nur ein gelber Farbtupfer, sie haben vor allem tatkräftig mitgearbeitet und hatten bereits im Vorfeld mit finanzieller Unterstützung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Flyer und Plakate gefertigt und diese in Mühlberg, Bad Liebenwerda und Umgebung ausgehängt.

Die öffentliche Wahrnehmung unseres Tuns zeigte sich in dem Besuch von Herrn Claus von der Lausitzer Rundschau, der mit vielen Teilnehmern sprach und diverse Fotos schoss. Am 29. April veröffentlichte er einen längeren und wohlwollenden Artikel in der Lausitzer Rundschau.

Nicht zu vergessen ist die Unterstützung durch zwei Mitarbeiter des Liebenwerdaer Bauhofs, die auch in diesem Jahr an beiden Tagen tatkräftig dabei waren. Ein Dankeschön geht auch an die Organisatoren des Einsatzes, an Heike Leonhardt und Uwe Steinhoff.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die beiden Tage ein voller Erfolg waren. Die Gedenkstätte ist wieder in einem guten Zustand, die öffentliche Wahrnehmung war positiv und es gab während der Arbeit und danach viele gute Gespräche.

Aschaffenburg, 19. Mai 2019
Jürgen Stoffel