Gedenken zum Volkstrauertag am Lager Mühlberg

Volkstrauertag Lager Mühlberg

Am Vortag des Volkstrauertages haben die Städte Bad Liebenwerda und Mühlberg/Elbe gemeinsam mit der Initiativgruppe Lager Mühlberg e.V. in Neuburxdorf der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft aller Nationen gedacht. Gedenkveranstaltungen fanden nacheinander am Mahnmal auf dem Friedhof Neuburxdorf und am Hochkreuz auf dem Gelände des früheren Lagers statt. Aufgrund der aktuellen Pandemie-Situation waren sowohl Teilnehmerzahl als auch Dauer des Gedenkens begrenzt.

Der Volkstrauertag, der immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird, stand in diesem Jahr im Zeichen des deutsch-britischen Gedenkens. Über die Gedenk- und Erinnerungsarbeit um das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag IVB am Standort in Neuburxdorf gibt es seit Jahren gute Beziehungen nach Großbritannien.

Im Auftrag der „Friends of the Stalag IVB ex PoW Association“ legte Hannelore Brendel, Beigeordnete der Verbandsgemeinde, einen Kranz am Gedenkstein für die im Lager umgekommenen britischen Kriegsgefangenen nieder. In der „Friends of the Stalag IVB ex PoW Association“ sind ehemalige Soldaten, die im Lager Mühlberg in Kriegsgefangenschaft waren, sowie deren Angehörige organisiert. Sie haben bereits mehrmals das vormalige Lager besucht.

Ein für dieses Jahr anlässlich des 75. Jahrestags von Lagerbefreiung und Kriegsende geplanter Besuch der Briten musste wegen der Pandemie abgesagt werden.

Text: Karsten Bär, Foto: Stadt Bad Liebenwerda