Der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht

Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Neuburxdorf

Pandemiebedingt in sehr überschaubarer Runde haben Vertreter der Städte Bad Liebenwerda und Mühberg, Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, Neuburxdorfer Einwohner und Mitglieder der Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. am Vortag des Volkstrauertages in Neuburxdorf der Oper von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Wie in den vergangenen Jahren auch, fanden nacheinander zwei Gedenken statt. Am Mahnmal für die Toten des Kriegsgefangenenlagers auf dem Soldatenfriedhof in Neuburxdorf, musikalisch umrahmt durch Tabea Geiß (Gitarre und Gesang), verlas Pfarrerin Sabrina Pieper das Totengedenken in der im Vorjahr durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aktualisierten Fassung. Es bezieht Geschehnisse der jüngeren Geschichte und Gegenwart ein. Anschließend wurden Kränze am Mahnmal niedergelegt. Über die anstehende Gestaltung des Gräberfeldes informierte Hannelore Brendel , Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Liebenwerda, die Anwesenden. Land und Landkreis stellen hierfür Mittel bereit.

Am Hochkreuz auf dem Lagergeländer wurde im Anschluss und begleitet vom Posaunenchor Mühlberg insbesondere der Opfer des sowjetischen Speziallagers gedacht. Statt des Vorsitzenden der Initiativgruppe, Pfarrer Matthias Taatz, der krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte und die Anwesenden grüßen ließ, hielt Pfarrerin Pieper die Andacht und Hannelore Brendel verlas das Totengedenken. Sie appellierte an die Anwesenden, den Sinn und das Anliegen des Volkstrauertages zu bewahren und für Frieden und Verständigung einzutreten.

Text: Karsten Bär, Foto: Stadt Bad Liebenwerda