Am 10. August 2000 wurde die
neue Echtermeyerbrücke eingeweiht. Das 510 000 Mark
teure Bauwerk überspannt bogenförmig den Mühlgraben. Die
Brücke ist aus tropischem Bongossi-Hartholz gefertigt und
hat eine Lebensdauer von 100 Jahren.
Im September 2000 feierte man ein
großes Stadtfest unter dem Motto „75 Jahre BAD“. Es
wurde dem 1925 durch den Oberpräsidenten der Provinzialverwaltung
von Sachsen-Anhalt verliehenen Titel BAD und dem 200jährigen
Bestehen des Rathausgebäudes gedacht. Ein prächtiger Festumzug
begeisterte die zahlreichen Zuschauer aus nah und fern und war der
Höhepunkt vieler Attraktionen des Festwochenendes.
Die Städtepartnerschaft mit Lübbecke bestand in
diesem Jahr schon 10 Jahre und wurde bei dem Festakt entsprechend
gewürdigt. Herrn Dieter Voigt, der maßgeblichen Anteil an dem
Zustandekommen dieser Partnerschaft hatte, wurde im Rahmen des
Stadtfestes am 24.09.2000 die Ehrenbürgerschaft verliehen. Er ist
nach Senator G. Wilhelm Hentschel (Verleihung im Herbst 1916), dem vom
1991 bis 1993 amtierenden Bürgermeister Heinz Tiemeyer
(Verleihung am 27.01.1993) und dem 1997 verstorbenen
Stadtchronisten Walter Hartwig (Verleihung am 09.11.1994), der
vierte Ehrenbürger Bad Liebenwerdas.
Eine neue Wäldchenbrücke macht den
Kurpark seit dem 5. Dezember 2001 attraktiver. Ebenso wie die vor
einem Jahr eingeweihte Echtermeyerbrücke, wurde sie aus
Bongossiholz gefertigt. Die bogenförmige Brücke fügt sich
prachtvoll in die Kurparkgestaltung ein.
Am 21. Februar 2002 wurde durch symbolischen
Spatenstich der Baustart für das Kurmittelzentrum
vollzogen. Das als bundesweit konkurrenzlos bezeichnete Konzept
dieser Anlage soll der Schlüssel zum Erfolg und somit der erste
Schritt zur Profilierung Bad Liebenwerdas zum Kurort werden.
Das 30 Millionen Euro teure und 14 256 m2große
Kurzentrum hat 71 000 m2 umbauten Raum, 1 058 m2 Wasserfläche
innen, 456 m2 Wasserfläche außen und wurde im Sommer
2004 eröffnet. Der in ganz Bad Liebenwerda hörbare
Baubeginn durch Rammarbeiten war am 6. Januar 2003. Viele
interessierte Bürger verfolgen seitdem täglich die sichtbaren
Fortschritte auf der Baustelle.
Eine
Notiz von 1824 im Liebenwerdaer Archiv „Drei Fuder Steine
von der
Postmeilensäule zum Spritzenhaus fahren.“ war die Grundlage der
Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde e.V. zur Aufstellung
einer schon lange erwünschten Postsäule in der Stadt.
Dank vieler Sponsoren konnte sie am 13. April 2003 feierlich
auf dem Rossmarkt enthüllt werden.
Sie ist nun ein Teil des in Europa einzigartigen, von
Kurfürst August II veranlassten, kursächsischen
Postmeilensystems.Am 04.12.2003 wird nach dem
brandenburgischen Kurortegesetz Bad Liebenwerdas als „Ort
mit Peloidkurbetrieb“ staatlich anerkannt!
Das Jahr 2004 stand ganz im Zeichen des 700 jährigen Jubiläums der
Stadt. Die schon lange vorbereiteten Feierlichkeiten wurden zu einem
großen Erfolg.
Höhepunkt der Stadtfestwoche „700 Jahre Stadtrecht Bad Liebenwerda“
war das Wochenende vom 14. Bis 16. Mai 2004.
Es
begann mit einer historischen Ratssitzung, in der würdevoll die
Gründungsurkunde der Stadt dem Bürgermeister übergeben und an die
Historie der Stadt erinnert wurde.
Bürgermeister Horst Große ernannte zudem Egon Norbert Schindel, den
Hauptgesellschafter der „Mineralquellen Bad Liebenwerda GmbH“, zum
Ehrenbürger der Stadt. Egon Schindel schuf durch die Gründung der „Bauer
Fruchtsaft GmbH“ (1993) zahlreiche Arbeitsplätze und verbreitete den
Namen Bad Liebenwerdas in Berlin/Brandenburg und weiteren Bundesländern. Ev. festlicher Gang am Laubwart vorbei zur Eröffnung auf dem Marktplatz. Das Festwochenende wurde von einem Mittelaltermarkt, Ritterspielen,
Musik und Klamauk geprägt. Der prächtige Festumzug begeisterte Jung und
Alt.
Das Fest übertraf alle Erwartungen, so etwas gab es in unserer Stadt
noch nie!
Ein
weiterer Höhepunkt des Jahres war die Fertigstellung des
Kurmittelzentrums. Nach der Grundsteinlegung (14.05.2003) und dem
Richtfest (10.10.2003) öffnete die „Lausitztherme Wonnemar“ am 17. Juli
2004 erstmals ihre Türen. Am Eröffnungswochenende kamen bereits 1700
Besucher. Von nun an gibt es in unserer Stadt Wellness, Fitness und
Badespaß von früh bis spät.
Die
Einweihung des neuen Elsterwehrs im Dezember 2004 war ein
wichtiger Schritt in Richtung Wassertourismus. Das Wehr besitzt die
ersten beiden offiziellen Kahnanlegestellen der Region.. Wassersportler
können so das Wehr ohne Probleme überwinden. Darüber hinaus verfügt das
neue Wehr über eine Otter- und Biberpassage und einen Fischpass. Über
das Wehr verläuft eine Fuß- und Radwegbrücke, ideal für alle Radler und
Spaziergänger. |